Mini-KWK weist enormes Potential für klimafreundliche Energiewende auf

Mehr als 150 Fachleute fanden sich am 20. November 2014 zum zweiten Mini-KWK-Kongress des Bundesumweltministeriums in Berlin ein und erhielten umfangreiche Informationen über Mini-KWK und Neuigkeiten zur geplanten Novelle des Mini-KWK-Impulsprogramms

Pressemeldung der Firma BHKW-Infozentrum GbR
Mehr als 150 Fachleute besuchten die BMUB-Fachkonferenz


Bereits im Eröffnungsvortrag kündigte der Leiter der Unterabteilung Klimaschutz im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Bau (BMUB), Berthold Goeke, eine Novelle des Mini-KWK-Impulsprogramms zum Frühjahr 2015 an. Das Mini-KWK-Impulsprogramm fördert kleine KWK-Anlagen im Leistungsbereich bis 20 kW elektrischer Leistung, die in Bestandsgebäude eingebaut werden.

Details zur geplanten Novelle, die nach der Ressortabstimmung der Ministerien noch im Umweltausschuss beraten werden muss, wurden mit der gebotenen Zurückhaltung publiziert.

Trotz der geplanten Verbesserungen werde das jährliche Gesamtbudget für das Impulsprogramm in Höhe von rund 10 Millionen Euro etwa gleich bleiben, berichtete Nils Thamling von der Prognos AG.

In den rund 30 Monaten seit Beginn des Mini-KWK-Förderprogramms seien annähernd 16 Millionen Euro ausgegeben worden, um Investitionen in rund 7.500 Anlagen mit zusammen 38 MW elektrischer Leistung anzureizen. Jährlich werde durch den Betrieb der neu installierten Mini-KWK-Anlagen rund 100.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Nils Thamling präsentierte auch die Ergebnisse des Monitoringberichtes zum KWK-Gesetz. Insgesamt erreicht die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Deutschland einen Anteil an der Nettostromerzeugung von knapp über 16% sowie von rund 20% KWK-Wärmeanteil im Wärmemarkt. Deutlich wurde aber herausgestellt, dass die KWK das Ziel von 25% KWK-Anteil an der Nettostromerzeugung im Jahre 2020 mit den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht erfüllen kann.

Die Bedeutung der Mini-KWK für den Wärmemarkt verdeutlichte Dr. Martin Pehnt vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu). Dabei stellte der Referent die Bedeutung eines energieeffizienten Wärmemarktes im Rahmen der Energiewende in den Vordergrund. Die Wärmewende stehe aber angesichts des Sanierungstaus im Bereich der Heizkessel immer noch aus. KWK-Anlagen könnten bei der Kopplung einer effizienten Wärmebereitstellung mit einer hocheffizienten Strombereitstellung im Rahmen der Energiewende einen besonderen Stellenwert einnehmen.

Die Vielfalt der angebotenen KWK-Module im deutschen Markt sowie die unterschiedlichen Mini-KWK-Technologien stellte der Geschäftsführer der ASUE Jürgen Stefan Kukuk anhand der „BHKW-Kenndaten 2014/2015“ vor, die von ASUE und dem BHKW-Infozentrum gemeinsam zusammengestellt wurden.

Eine große Bandbreite an KWK-Anwendungsfeldern offenbarte auch der Vortrag über das Projekt „100 KWK-Anlagen in Bottrop“, das von Frank Burmeister vom Gas- und Wärme-Institut in Essen vorgestellt wurde. Um Mini-KWK-Anlagen wirtschaftlicher zu machen, sollen intelligente Steuerungen zukünftig die Stromeigennutzungs-Quote erhöhen. Neben dem Vortrag von Marcel Kritzer von der RWE Effizienz GmbH wurde dieses Thema auch im Rahmen der Ausstellung durch die Bachelorarbeit „ecoControl“ vom Hasso-Plattner-Institut Potsdam behandelt.

Die erweiterte Nutzungsmöglichkeit einer Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zur Kältebereitstellung mittels Adsorptionskältemaschine wurde von Sören Paulusen von der Invensor GmbH vorgestellt

Markus Gailfuß von BHKW-Consult gab am Ende einen Überblick über die administrativen Aufwendungen, die mit einem Mini-KWK-Projekt verbunden sind. Außerdem wies er auf die internetbasierte BHKW-Datenbank hin, in der ab Mitte Dezember BHKW-Projekte eingetragen werden können. Potentielle BHKW-Betreiber können dann gezielt nach Praxisbeispielen ähnlicher Projekte suchen.

Die Konferenzunterlagen sind inzwischen zum kostenlosen Download auf der Internetseite zum Mini-KWK-Impulsprogramm (http://www.mini-kwk-impulsprogramm.de) erhältlich. Die 150 Seiten umfassende pdf-Datei enthält alle Vorträge sowie Impressionen zur Konferenz.



Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:
BHKW-Infozentrum GbR
Rauentaler Straße 22/1
76437 Rastatt
Telefon: +49 (7222) 158-911
Telefax: +49 (7222) 158-913
http://www.bhkw-infozentrum.de

Ansprechpartner:
Markus Gailfuß
Geschäftsführer
+49 (7222) 9686730



Dateianlagen:
    • Mehr als 150 Fachleute besuchten die BMUB-Fachkonferenz
Seit 1999 informiert die BHKW-Infozentrum GbR (www.bhkw-infozentrum.de) auf zahlreichen Webseiten sowie in Fachzeitschriften über neue Technologien im Bereich alternativer und regenerativer Energieerzeugung mittels Blockheizkraftwerken (BHKW). Außerdem werden die Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen für BHKW-Anlagen und Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erläutert. Nahezu wöchentlich werden über den derzeit größten internetbasierten BHKW-Newsletter mehr als 11.000 Abonnenten kostenlos informiert (www.bhkw-infozentrum.de/service/newsletter.html). Im Socialmedia-Bereich posten die Fachleute des BHKW-Infozentrums aktuelle Meldungen auf Facebook (www.facebook.com/bhkw.infozentrum), auf Twitter (www.twitter.com/bhkwinfozentrum) sowie in der XING-Gruppe "Blockheizkraftwerke - Energieversorgung der Zukunft"´(https://www.xing.com/net/blockheizkraftwerke/). Aufgebaut wird derzeit eine BHKW-Datenbank mit komfortabler Suchfunktion, die ab Dezember 2014 auf der Seite BHKW-Beispiele.de (http://www.bhkw-beispiele.de) sowie auf dem dann neu gestalteten BHKW-Infozentrum (http://www.bhkw-infozentrum.de) eingesehen werden kann.


Weiterführende Links

Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die Huber Verlag für Neue Medien GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die Huber Verlag für Neue Medien GmbH gestattet.